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Angeln
- Ostseeinsel
Rügen (Mecklenburg Vorpommern)
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allgemeines
Gesetze Angelkarten/-zubehör Revier
Mindestlängen /Schonzeiten
Fischarten
Unterkünfte
Zu
den Hauptfischarten der Ostsee zählen Kaltwasserfische, wie der
Dorsch und
verschiedene Plattfischarten. Der
Hornfisch und Makrele (selten )wie auch
andere Wärme liebende Arten sind entweder nur in den Sommermonaten
anzutreffen oder in Gebieten mit stärkerer Wassererwärmung, wie den
Bodden oder in Küstennähe.
Die Verbreitung der Arten ist wesentlich vom Salzgehalt abhängig.
Neben reinen Meeresfischen finden sich in den Bodden und in Küstennähe
eingewanderte Süßwasserfische, im Westen vor allem der
Barsch und die
Meeräsche, weiter östlich
Zander,
Hecht und
Blei.
Zudem gibt es mehrere Arten von Wanderfischen zwischen Salz- und Süßwasser,
die zum Zweck der Laichablage die Gewässer wechseln, wie Salmoniden und
Aale.
Aal
Barsch Blei/Brassen
Dorsch
Flunder/Scholle
Güster
Hecht Hering
Hornhecht
Karpfen Lachs
Meerforelle
Plötz/Rotauge
Rotfeder
Schleie
Ostseechnäpel
Zander
Aal
(Anguilla anguilla )
Merkmale:
Aal mit gelblicher Unterseite (Gelbaal) sind Exemplare des Süßwassers,
solche mit silberweißer Unterseite (Blankaal) zum Meer abwandernde. Zu
unterscheiden sind noch Spitzkopf, der Kleintierfresser bleibt, und
Breitkopf ‚ der Raubfisch ist.
Länge:
bis 50 cm, 9 bis 1,5m.
Günstigste Fangzeit: Juli bis September.
Vorkommen: in den meisten Fließgewässern, außer denen, die zum Schwarzen
Meer führen. In abflusslosen Seen oft durch Einsatz vorhanden, im Unter- und
Mittellauf der Flüsse meist häufiger vertreten als im Oberlauf, jedoch auch
in der Forellenregion gelegentlich zu finden.
Nahrung:
Aallarve (sog. „Leptocephalus“) ist Planktonfresser, Jungaal und
Spitzkopfaal Kleintierfresser, große Aale (Breitköpfe) Raubfische. Der zum
Meer abwandernde Aal nimmt keine Nahrung auf (Darmrückbildung).
Fortpflanzung: sehr spät geschlechtsreif, weiblich mit 5 bis 7,
männlich mit 8 bis 10 Jahren. Fortpflanzung nur im Meer, und zwar in
der nicht weit vom Golf von Mexiko und von den Bermudas gelegenen
Sargassosee. Laichzeit ist Frühjahr und Sommer. Elterntiere sterben
höchstwahrscheinlich nach dem Laichvorgang ab. Aallarven (sog.
„Leptocephalus“) sind etwa weidenblattförmig (lanzettförmig), wandern in 2-3
Jahren zur europäischen Küste, dort Erscheinen als runder, jedoch noch
durchsichtiger Glasaal. Aufstieg zwischen April und August in die Zuflüsse
von Mittelmeer, Atlantik, Nordsee und Ostsee. Im Süßwasser Dunkelfärbung.
Angelmethoden: Grundangelei, vor allem abends und während der Nacht .
Mittelstarke bis starke Rute, Rolle nicht unbedingt erforderlich. Schnur
0,35—0,45 mm (5—10 kp Tragkraft); große, einfache Haken Gr. 1-3. Im
allgemeinen kein Floß, eventuell Gleitfloß. Köder: Tauwurm, Wurmbündel,
mittelgroßer, schlanker Köder-fisch (Gründling), Krebse.Auf Grund legen. Bei
Köderfisch genügt einfacher Haken und Lippköderung. Unbedingt sehr
großer engmaschiger Kescher, gelegentlich ist Senke gut zu verwenden. Anbiss
des Aals ist gewöhnlich sehr heftig (Rutenspitze wird nach unten gezogen und
wippt hin und her). Anhieb kaum erforderlich. Fisch sofort in Mittelwasser
heben; kann er sich am Grund oder im Gelege festklammern, geht er gewöhnlich
verloren. Nicht drillen, zügig bis an die Oberfläche bringen, dann mit
Kescher unterfangen. Wenn Haken tief geschluckt (häufig), nicht entfernen,
sondern abschneiden. Aal am besten nicht häuten, sofort töten (Wirbelsäule
durchtrennen) ->Aaltöter. Da der Aal sehr schleimig ist und sein Schleim
dauerhafte Spuren hinterlässt, entsprechende Kleidung (vorteilhaft große
Leinen- oder Gummischürze) benutzen!
Besonderes: einer unserer wertvollsten und schmackhaftesten Fische, der
gekocht, gebraten, vor allem geräuchert eine Delikatesse ist. Gelegentliche
Fänge mit Blinker sind gemeldet und einwandfrei bestätigt, also kein Haken
von außen.
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Barsch
Flußbarsch
(Perca fluviatilis )

Merkmale:
in Körperfärbung oft
sehr unterschiedlich und nach Standort variierend. fischereiliche Einteilung
in Kraut-, Jage- und Tiefenbarsch ist oft praktisch, trägt jedoch keinen
wissenschaftlich haltbaren Charakter.
Länge:
bis 50cm.
Günstigste Fangzeit: ganzjährig zu fangen, doch bessere Exemplare im
Spätsommer und Herbst bis einschließlich erste Hälfte Oktober.
Vorkommen: in stehenden und fließenden Gewässern überall verbreitet,
auch in der Ostsee, zumindest in Küstennähe, in den großen Bodden und
Haffen.
Nahrung: zunächst
Kleintierfresser, ab 15cm fast ausschließlich Raubfisch; dies hängt von
Kieferbau und Schlundgestaltung ab Jüngere Exemplare treten meist in großen
Schwärmen auf. größere Stücke in kleineren Gruppen, höchst selten einzeln.
Fortpflanzung: laicht April, Eier werden in langen Gallenschnüren an
Wasserpflanzen abgelegt, gelegentlich in Fließgewässern kleine Wanderungen
stromauf, geschlechtsreif zwischen 2 und 4 Jahren.
Angelmethoden: Grund- und Spinnangelei.
1. Grundangelei: es lohnt sich, auch speziell mit der Grundangel auf den
Barsch zu angeln und ihn nicht lediglich als Beifang zu betrachten.
Leichte, mittelharte Rute, Schnur 0,25-0,30 mm (2,5-4,5 kp Tragkraft),
mittleres, schlankes Floß, eventuell Gleitfloß. Dünnes Stahlvorfach,
Drilling Gr. 3-7, je nach Größe des zu erwartenden Fisches. Köderfische:
kleine Gründlinge, Bitterlinge, Erlritzen. Köder vor dem Gelege auf 1/3 bis
1/2 der Wassertiefe senken, vor der Schar und im Freiwasser bis dicht über
Grund. Tauwurm oder kleines Wurmbündel (Mistwürmer). Beim Wurmköder ist nur
einfacher Haken gestattet (Gr. 1-5). Dämmerstunden am Morgen und Abend sind,
besonders in der warmen Jahreszeit, oft am günstigsten.
2.
Spinnangelei: leichte, mittelharte, gut federnde Rute, 1,80 bis 2,50m,
Schnur 0,25-0,30mm, kleine bis mittlere, rasch rotierende Spinner oder
kleine Blinker (bis 5cm). Meist ist Flachspinnen günstiger, doch an
Scharkante kann tief geführter Köder oft besonders starke Exemplare zum
Anbiss verleiten.
Gehakte Fische möglichst rasch aus der Nähe des Anbissortes holen, weich
drillen. Das Maul des Barsches ist spröde, und der Haken kann leicht
ausschlitzen. Schnur nicht locker lassen. Der Barsch kämpft nicht so sehr
mit langen Fluchten als mit wilden Schüttelbewegungen, ausdauernd,
reizvoller Drill. Bessere Fische unbedingt mit Kescher unterfangen.
Besonderes: wohlschmeckender Fisch mit weißem, festem Fleisch, auch
geräuchert eine Delikatesse. Die Kammschuppen sind schwer zu entfernen,
deshalb die gefangenen Fische sofort schuppen; sonst kann kurzes (bis 1
Min.) Einlegen in kochendes Wasser das Schuppen erleichtern. Vorsicht -
Verletzungen durch die harten Stachelstrahlen der Rückenflosse eitern oft
und heilen schwer! In manchen Gewässern ein Massenbestand kleiner und darum
minderwertiger Barsche, der durch fischereiliche Regulierungsmaßnahmen auf
ein Mindestmaß reduziert werden muss.
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Blei Brachsen, Brassen
(Abramis brama L.)

Merkmale:
mattgraue Färbung, scheinbar ohne Glanz, sehr schmal und hochrückig,
Rüsselmaul, lange, schmale Afterflosse.
Länge:
bis 70cm.
Günstigste
Fangzeit: Frühjahr, Herbst.
Vorkommen:
Bodenfisch eutropher und auch oligotropher Seen und Flußunterläufe, Haffe,
gelegentlich auch in Küstennähe der Ostsee (Bodden) weit verbreitet.
Nahrung:
Kleintiere; größere Expl. fressen vor allem Zuckmückenlarven und
Schlammröhrenwürmer. Plankton dient ihnen, wie vielen Arten, besonders im
Brutstadium, als Hauptnahrung.
Fortpflanzung: laicht Mai/Juni, gelegentlich bis in den Juli hinein;
Eiablage (Durchschnitt 250000) an flachen Ufern an Wasserpflanzen.
Laichausschlag, im fünften Jahr geschlechts- reif.
Angelmethoden: Grundangelei, lange, mittelschwere Rute mit sehr
elastischer Spitze, Schnur 0,25-0,35mrn (3-5kp Tragkraft), Rolle, einfache
dünndrähtige Haken Gr. 3—7 (bei Erbsenköder auch kleiner), leichtes,
empfindliches Floß (Antennenfloß). Köder: Wurm, Erbse, Fleischmaden, Sprock,
Kartoffelstückchen. Biss erfolgt häufig als typischer „Plattschmeißer“: der
auf den Grund gelegte Köder wird beim Erfassen leicht angehoben; bewegt sich
das Floß dann fort (meist Richtung Gewässermitte), Anhieb setzen (bei Teig
und Erbse bereits beim Plattlegen des Flotts). Feinfühlig drillen, da der
Haken leicht ausschlitzt. Leidliche oder gar große Exemplare unbedingt mit
Kescher unterfangen. Anfüttern vor dem Angeln (Würmer, Klöße mit Wurm-
stücken, Erbsen) und während des Angelns (Futterwolke aus fein zermustem
Futter) gewöhnlich vorteilhaft. Massenfänge möglich, aber unsportlich.
Besonderes:
Der Blei ist ein sehr guter Sportfisch, in größeren Stücken schwierig an
den Haken zu bringen, recht leidlicher Drill. Geräuchert wohlschmeckend,
auch gekocht besser als sein Ruf.
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Dorsch
Kabeljau
(Gadus morrhua L.)
(allgemein eingebürgerte Bezeichnung für die Ostseeform des
Kabeljaus)

Merkmale: Unterkiefer hat einen starken Bartfaden. Rückenfärbung
variiert vom Grünlichen bis zum Bräunlichen.
Länge: bis 1,5 m, in der Ostsee wesentlich kleiner. Günstigste
Fangzeit: Herbst.
Vorkommen: Atlantik, Nordsee, Ostsee, Küstennähe.
Nahrung: Raubfisch (gierig).
Fortpflanzung: Laichwanderungen nach Island, Lofoten,
Neufundlandbänke, Nord- und Ostsee, Laichwanderungen über 800-900km.
Laichzeit liegt bei uns in der ersten Hälfte des Jahres. Eierzahl: 4—5
Millionen.
Angelmethoden: bessere Exemplare werden selten in unmittelbarer
Strandnähe gefangen, meist erst bei 6-10m Wassertiefe u. darüber. Boot also
vorteilhaft. Starke, mittellange Spinnrute, Schnur 0,40-0,45 mm und stärker.
Köder: Pilker von besonderer Form, auch Köderfisch mit Pose
(„Zigeunerangel“) (seltener). Heben und Senken dicht über Grund. Anbiss
erfolgt meist sehr heftig. Bei besseren Exemplaren guter Drill. Meist in
Schwärmen stehend, daher große Fänge in kurzer Zeit nicht selten. Gaff
unbedingt erforderlich oder sehr großer, geräumiger Kescher.
Besonderes: der Dorsch (Kabeijau) ist neben dem Hering der
wichtigste Wirtschaftsfisch für die europäische Küsten- und
Hochseefischerei. Sein Fleisch ist etwas weichlich, aber wohlschmeckend,
besonders frisch geräuchert sehr gut (kleine Exemplare).
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Flunder
(Platichthys
flesus L.)

Merkmale:
in der Jugend Augen
noch auf beiden Seiten, erst später Verlagerung auf eine Seite. An
Flossensäumen, Kopf und zu Beginn der Seitenlinie ist die Haut der Flunder
rau (Gegensatz zur Scholle).
Länge/Masse: bis über 40cm/unter 1,0kg.
Günstigste Fangzeit: Sommer, Herbst, selbst Winter.
Vorkommen:
Grundfisch der flachen Küstengebiete,
Ostsee, Nordsee, Atlantik, auch in Bodden und Flussmündungen, vereinzelt
Aufstieg bis weit in die Mittelläufe.
Nahrung:
im Jugendstadium (Larve) Plankton, später Bodentiere, Kleinfische.
Fortpflanzung: laicht Februar/Mai, Larven wandern Richtung Küste, im
Winter zur See. In der Ostsee (westlicher und mittlerer Teil) werden nach
ihren bevorzugten Laichgebieten vier Gruppen unterschieden: Tiefenflunder,
Bankflunder, Küstenflunder, Boddenflunder (schlechtwüchsig).
Angelmethoden: Grundangel mit Bodenblei. Einfacher Haken, Schnurstärke
0,35—0,40 mm (5—8 kp Tragkraft). Köder: Wattwurm, Schlickwurm,
Heringsstückchen, Krabben, gelegentlich auch Regenwurm. Ab und zu Fänge an
Pilker und Blinker.
Besonderes:
wichtiger und
wohlschmeckender Fisch, der auch einen leidlichen Sport bietet. Durch die
flache Form des Fisches gelegentlich merkwürdiger Drill (,‚wie ein
Topfdeckel“). Nahe verwandt mit der Flunder ist die Scholle (Pleuronectes
platessa L.) Sie unterscheidet sich durch die glatte Haut von der Flunder
und wandert nicht in so salzarmes Wasser wie diese. Fang wie Flunder.
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Güster
(Blicca
björkna L.)

Merkmale:
ähnelt sehr stark dem
Brassen,
jedoch ist die Afterflosse kürzer und breiter.
Länge:
höchstens 30cm.
Günstigste Fangzeit: Frühjahr, Herbst (bis einschließlich Oktober).
Vorkommen: wie
Brassen,
doch auch weiter flussaufwärts,massenhaft vorkommend, auch im Brackwasser
der Ostsee.
Nahrung:
Nahrungskonkurrent des
Brassen
und der Plätze, muss in Seen kurz gehalten werden.
Fortpflanzung: laicht Mai/Juni, bis 100000 Eier an pflanzenbewachsenen
flachen Stellen. leichter Laichausschlag; geschlechtsreif mit 3-4 Jahren.
Angelmethoden: wie
Brassen,
doch sind Massenfänge der Güster noch häufiger; als Köderfisch geeignet,
Besonderes: kein sehr wertvoller Fisch. In stark „vergüsterten“ Seen
sollte durch intensiven Hechtbesatz versucht werden,
wenigstens teilweise minderwertiges (Güster) in hochwertiges (Hecht)
Fischfleisch umzuwandeln, außerdem intensivste Fischerei auf Güster., um
Übervölkerung zu hemmen.
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Hecht
(Esox
lucius L.)
Merkmale:
„Entenschnabelmaul“, große Augen, weit nach
hinten versetzte Rückenflosse, Lauerräuber. Junghechte (bis etwa 0,5 kg) oft
auffallend grünlich, daher Bezeichnung Grashecht, sonst Färbung entsprechend
der Umgebung stark variierend.
Länge:
bis 1,40m.
Günstigste Fangzeiten: Juni, September/Oktober. Vorkommen: in den
meisten fließenden Gewässern und Seen, bevorzugt langsam fließende,
pflanzenreiche Flüsse oder flachgründige, warme Seen (Hecht-Schlei-Typ).
Während der warmen Jahreszeit wird Uferzone bevorzugt, im Spätherbst und
Winter folgt er seinen Nahrungsfischen in tiefere Gewässerteile. Vorkommen
auch im Brackwasser (Greifswalder und Kubitzer Bodden) der Ostsee und
den in die See mündenden Flüssen.
Nahrung:
Großtiere, ernährt sich schon nach wenigen Lebensmonaten hauptsächlich von
kleineren Fischen, auch Artgenossen, daneben häufig von Fröschen; große
Hechte nehmen gelegentlich kleine warmblütige Tiere (Mäuse, Vögel).
Fortpflanzung: Februar bis April; flache Ufer, Gräben, die in die
Gewässer führen, überschwemmte Wiesen. Laicht auch unter dem Eis, wenn
langer Winter. Gelblich-orangefarbene Eier. Geschlechtsreif mit etwa 30cm
Länge.
Angelmethoden: toter Köderfisch am System, Spinnangelei. Kräftige Rute,
Länge je nach Gewässerverhältnissen 1,8-4,5 m. Schnurstärke 0,35-0,45 mm,
multifile Schnüre 6-12 kp Tragkraft. Köderfische: Gründlinge, Plötzen,
Rotfedern, Karauschen, auch kleine Barsche; Kunstköder: alle Blinker und
Spinner zwischen 3-10 cm, Länge. Bei großen Spinnködern kann Kopfdrilling
vorteilhaft sein. Im Sommer und in flachen oder verkrauteten Gewässern
fliegender Löffel, Flachspinnen. In fließenden Gewässer langsam drehende und
taumelnde Blinker (Heinz) oft vorteilhaft. Köderfische je nach Wassertiefe
und Jahreszeit auf 1/3 bis 2/3 Gewässertiefe senken.
Besonderes: Landegerät unbedingt erforderlich. Geräumiger, tiefer
Kescher oder Gaff. Große, kräftige Drillinge verwenden. Starker Anhieb, da
Haken im knochigen Maul schwer haften. Beim Drill sind die ersten weiten und
reißenden Fluchten gefährlich. Beim Angeln mit Köderfisch nicht „schlucken
lassen“, sondern beim Davonfahren nach einer kleinen Pause, die dem Biss
gewöhnlich folgt, sofort anschlagen. Lichte Rohr- und Schilfbestände,
Krautbetten und Seerosenfelder sind oft besonders beliebte Einstände der
Hechtes im Sommer.
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Hering
(Clupea
harengus L.)
Merkmale:
zahlreiche, durch Wirbelzahl unterschiedene Rassen. Aussehen allgemein
bekannt. Man unterscheidet zwei Hauptgruppen (Küsten- und Seeheringe).
Länge/Masse: unterschiedlich, Ostseehering kaum über 30cm! unter 0,3 kg.
Günstigste Fangzeit: wird beinahe ganzjährig gefangen ,Frühjahr
( z.B. Rügendamm, Küste der Insel Rügen)
Herbst.
Vorkommen: Atlantik, Nordsee, Ostsee, bis nördliches Polarmeer.
Nahrung:
vorwiegend Plankton.
Fortpflanzung: unterschiedliche Zeiten, meist Herbst und Winter,
Eiermengen besonders groß. Laichablage zum Teil weit draußen in der See,
meist in Küstennähe oder über flacheren Meeresstellen.
Angelmethoden: Heringsschwärme kommen Frühling und Frühherbst nicht
selten bis in unmittelbare Küstennähe. Fang erfolgt ohne Köder. Lange,
mittelstarke Spinnrute, die einen Makrelenpilker oder nur Bleigewicht zur
Beschwerung erhält. An die Hauptschnur (etwa 0,35 mm) werden in Abständen
von 40-50 cm kurze Nebenschnüre (20 cm) eingeschlungen, an denen einfache,
doch möglichst blanke Haken ( Patanoster) befestigt sind. Auswerfen und mit
Heben-Senken heranziehen. Die den Haken dadurch mitgeteilte taumelnd
wirbelnde Bewegung veranlasst die Heringe zum Anbiss. Sie werden nicht etwa
von außen gehakt.
Besonderes: Der Hering ist noch immer der wichtigste Wirtschaftsfisch
der Küsten- und Hochseefischerei, in letzten Jahren wieder zunehmende
gezielte Fischerei. Maximale Länge wird mit 50cm angegeben. Besonders
fangfrisch gebraten, geräuchert eine wohlschmeckende Delikatesse.
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Hornhecht,
Hornfisch
(Belone belone L.)

Merkmale:
unverwechselbar durch lang gestreckten
Körper und sehr langes schnabelartiges Maul. Rücken- und Afterflosse weit
nach hinten versetzt.
Länge:Masse: bis 0,9 m (Durchschnitt 0,5—0,7 m)/bis 1,0kg. Günstigste
Fangzeit: Sommer, Frühherbst.
Vorkommen: westliche Ostsee häufiger als östliche Ostsee, auch im
Brackwasser der Flussmündungen.
Nahrung:
Raubfisch, kleine Fische und Krebstiere, meist an der Oberfläche sich
aufhaltend.
Fortpflanzung: Mai/Juni, Eier werden mit klebrigen Fäden an Pflanzen
befestigt.
Angelmethoden: Spinnangeln. Mittlere Rute, Schnur 0,35 bis 0,40 mm.
Köder: Makrelenpilker, auch andere schmale Blinker bis 10cm. Meist Beifang
beim Makrelenangeln. Es lohnt sich jedoch, auch eigens auf Hornfisch zu
angeln. Köder etwas schneller und höher führen als beim Makrelenangeln. Oft
kann auch auf Heben-Senken verzichtet werden. Lebhafter Drill.
Besonderes: wohlschmeckender Speisefisch. Die Gräten sind grün. Das ist kein
Zeichen für mindere Qualität oder dafür, dass der Hornfisch nicht frisch
sei, wie manchmal geglaubt wird. Gebraten und geräuchert sehr
wohlschmeckend.
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Karpfen (Cyprinus
carpio L.)

Merkmale:
Gestalt wechselnd, fast spindelförmig bis
(meist) hochrückig, endständiges Maul mit vier Barteln. Vier
Erscheinungsformen: 1. Schuppenkarpfen normale Beschuppung über den
ganzen Körper; 2. Spiegelkarpfen wenige, unregelmäßig stehende große
(Spiegel-)Schuppen, 3. Zeilkarpfen ähnlich dem Spiegelkarpfen, jedoch die
Schuppen in einer oder mehreren „Zeilen“ stehend (nicht rein züchtbar ); 4.
Lederkarpfen gänzlich oder fast ohne Schuppen, ebenfalls nicht rein zu
züchten. Neben diesen vier Formen gibt es eine Anzahl von Zuchtrassen, die
sich meist durch wechselndes Verhältnis von Länge und Höhe unterscheiden
(z.B. Böhmischer, Lausitzer, Fränkischer, Galizischer Karpfen).
Länge:
bis über 80cm (höchstens bis 1,00m)
Günstigste Fangzeit: Mai bis September.
Vorkommen: in warmen, flachen und weichgründigen stehenden Gewässern,
auch in vielen Flüssen, im wesentlichen Teichwirtschaft (wichtigster
Wirtschaftsfisch). In Boddengewässer und insbesondere in Gräben welche in
die Boddengewässer münden.
Nahrung:
Kleintiere, in Teichwirtschaften künstliche Zufütterung; dort überaus rasche
Gewichtszunahme, ein dreisömmriger Karpfen (K 3) kann bereits eine Masse von
1,5kg aufweisen.
Fortpflanzung: Geschlechtsreife 3 Jahre, 9 4 Jahre, Mai bis Juli, 200000
bis fast 750000 Eier. Gelaicht wird an flachen, warmen Uferstellen; in
Wildgewässern kaum, dort schlüpft die Brut nur sehr selten.
Angelmethoden:
Grundangelei, kräftige, mittellange bis lange Rute, elastisch und doch
rückgratfest. Schnurstärke 0,35 ‘is 0,45 mm (6-12 kp Tragkraft). Rolle
unbedingt erforderlich. Haken einfach, starkdrähtig, Größen 1-5. Köder:
Tauwurm, Kartoffelstücken oder kleine ganze Kartoffeln bis Taubeneigröße,
Erbsen, Bohnen, Teig, Lebkuchen. Köder wird meist auf Grund gelegt. Bei
hartgründigem Gewässerboden kann Floß weggelassen werden, sonst langes Floß
(Gleitfloß) mit mittlerem Auftrieb, möglichst unauffällig in den Farben.
Gelegentlich auch Fänge in den oberen Gewässerschichten, wenn der Karpfen im
Gelege steht.
Besonderes:
der Karpfen gilt mit Recht als sehr misstrauischer Fisch. Vorsichtiges
Verhalten am Ufer, Vermeidung von Bewegungen und Geräuschen
(Bodenerschütterung) unbedingt ratsam. Anfüttern (grobbrockige Kartoffeln,
Klöße aus Lehm mit Wurmstücken usw.) meist vorteilhaft. Großer, geräumiger
und tiefer Kescher ist notwendig. Karpfen kämpft besonders zäh und
ausdauernd. Springen ist besonders gefährlich. Fluchten in Gelege und Rohr
enden, wenn nicht verhindert, in der Regel mit dem Verlust des Fisches. Beim
Drill Zeit lassen, Fisch erst heranholen, wenn er matt wird und sich auf die
Seite dreht. Karpfen ist selten Einzelgänger. Bei entsprechend vorsichtigem
Verhalten sind mehrere Fänge an einem Tage möglich. Karpfen aus sehr
schlammigen Gewässern können lebend transportiert werden (z.B. in
nasse Tücher eingeschlagen) und in reinem Wasser einige Tage „ausmooseln“ (hältern)
da sonst Moorgeschmack .
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Lachs
(Salmo salar L.)

Merkmale:
Junglachse besitzen 7 und mehr dunkle Querbinden an den Körperseiten. Ältere
Mänchen haben zur Laichzeit einen stark nach oben gekrümmten Unterkiefer,
den Laichhaken.
Länge: bis 1,25
m.
Günstigste Fangzeit:
Sommer (in einheimischen Gewässern).
Vorkommen:
In den
letzten Jahrzehnten selten geworden, doch auf Grund der immer besser werden
Wasserqualität gelangen immer mehr Lachse auf ihren Wanderungen im
Salzwasser gelegentlich bis in unmittelbare Küstennähe (Ostsee) und werden
von den Sportanglern gefangen. Gute Bestände noch in Skandinavien,
Irland, Island, Schottland und vor allem vor den nördlichen Küsten der
Balticstaaten und Rußland. In Polen vorhanden, jedoch überwiegt dort die
Meerforelle (Verhältnis etwa: 95 Meerforellen auf 5 Lachse).
Nahrung: im
Jugendstadium Kleintiere, Anflugnahrung. Dann Raubfisch, der im Meer Heringe
und Tobiasfische bevorzugt. Während der Laichwanderung im Süßwasser keine
Nahrungsaufnahme.
Fortpflanzung:
laicht Oktober/Januar bis 40000 sehr große Eier (mehr als 5 mm Durchmesser),
die in Äschen- und Forellenregion der Flüsse auf Kies abgelegt werden. Die
Laichgruben werden von den Lachs selbst zugeschlagen. Junglachs verbleibt
bis 3 Jahre (Mitteleuropa) oder 5 Jahre (Skandinavien) im Süßwasser, wandert
dann ins Meer.
Angelmethoden:Fang ist mit spezieller Fliegenrute (Lachsfliegengerte,
zweihändig zu bedienen, 3,5-4,5 m lang) möglich, vor allem mit sehr starker
Spinnrute, entsprechenden Rollen und Schnüren, totem Köderfisch am System
oder Blinkern. Drill gilt als der aufregendste überhaupt. Vor allem hohe
(bis 2 m) Sprünge sehr gefährlich. Entsprechende Kescher (besser Gaff)
unentbehrlich.
Besonderes:
Der
Lachs trat früher (noch im vorigen Jahrhundert) in vielen
deutschen Flüssen und Strömen regelmäßig auf. Heute infolge Stromverbauungen
und industrielle Abwässer war er fast verschwunden und kaum noch als
einheimisch zu bezeichnen. Durch zunehmende Hege und Besatzmaßnahmen nehmen
die Bestände langsam zu.
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Meerforelle
(Salmo trutta L.)

Merkmale:
dem Lachs sehr ähnlich, wird oft mit diesem verwechselt. Unterschiede
bestehen z.B. beim Pflugscharbein. beim Kiemendeckel usw. Äußerlich:
stärkerer Schwanzstil bei Meerforellen als bei Lachs.
Länge/Masse: bis 1,0m/bis über 10 kg.
Günstigste Fangzeit: Herbst, Frühjahr.
Vorkommen:
Ostsee
Nahrung:
wie
Lachs.
Fortpflanzung: laicht November/Dezember, steigt in Flüsse auf, jedoch
nicht so weit wie Lachs, sonst gleiche Art des Laichens.
Angelmethoden: wie
Lachs.
In Polen, Skandinavien, Schottland und Irland mit Spinnangel (schwere
Kupferlöffel unter 6cm Länge) sowie mit Flugangel (Lachsfliegen, Streamer)
gefangen. Besonderes: bei Meerforelle wie bei allen Salmoniden sind die
besonderen Fangbegrenzungen und Schonzeitbestimmungen zu beachten.
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Plötze
(Rutilus rutilus L.
Leuciscus rutilus L.j )
Merkmale:
Maul endständig bis unterständig
(Unterschied zu
Rotfeder),
Iris rot, Bauch zwischen Bauch- und Afterflosse
rund.
Länge:
bis 0,50m.
Günstigste Fangzeit: spätes Frühjahr bis Herbst, doch ganzjährig zu
fangen, selbst unter dem Eis.
Vorkommen: in fast allen stehenden und fließenden Gewässern unserer
Breiten, oft massenhaft.
Nahrung:
Pflanzen, Plankton, Kleintiere, auch
Muscheln und Schnecken,gelegentlich Anflugnahrung.
Fortpflanzung: erste Maihälfte an flachen Ufern. Geschlechtsreife mit
4-5 Jahren. Eierzahl bis 100000, Laichausschlag.
Angelmethoden: Grundangelei. Die Plötze ist der Fisch des Anfängers.
Bessere Exemplare (ab 25cm und größer) regelmäßig zu fangen, erfordert das
Können eines erfahrenen Sportanglers. Lange, weiche Rute, Rolle oft
nützlich, Schnur 0,15 bis 0,25 mm (2-3,5 kp Tragkraft), feines, leichtes
Floß (nützlich das Antennenfloß), eventuell Gleitfloß. Haken Gr. 5-12.
Köder: Wurm, Mistwurm, Sprock, Fleischmade, Teig. Anfüttern mit feinem
„Futterstaub“ während des Angelns in fließenden Gewässern oft sehr gut.
Gelegentlich auch im Sommer mit feiner Flugangel und kleinen Fliegen zu
fangen, vor allem dann in stehenden Gewässern. Vor und nach der Laichzeit
sind Stellen unterhalb von Wehren und Stauen oft besonders günstige
Fangplätze. Köder kurz über Grund anbieten, gelegentlich (warme Jahreszeit)
auch in den oberen Gewässerschichten.
Besonderes: die so genannten Palmplötzen sind keine eigne Art oder Rasse,
sondern nur besonders raschwüchsige Exemplare. Die Vorstellungen, dass sie „Plötzenkönige“
und „Anführer“ seien usw., sind irrig und abergläubisch.
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Rotfeder
(Scardinius erythrophthalmus L.)

Merkmale:
Maul steil, endständig,
Iris goldglänzend; zwischen Bauch und Afterflosse „kantig“, starker Kiel von
geknickten Schuppen, deutlich fühlbar.
Länge:
bis 40cm.
Günstigste Fangzeit: Frühsommer bis Frühherbst.
Vorkommen: Uferfisch vor allem stehender Gewässer, aber auch in Flüssen,
gesellig lebend, wünscht reichen Pflanzen- wuchs, fast überall vertreten.
Nahrung:
Die Rotfeder ist derjenige der heimischen Fische, der die meisten
vegetabilischen Nährstoffe aufnimmt, jedoch überwiegt Anteil animalischer
Nährstoffe; auch Anflugnahrung. Fortpflanzung: laicht Mai/Juli (im Mai
selten), bis 100000 auffallend kleine Eier an Wasserpflanzen. d
Laichausschlag.
Angelmethoden: leichte Grundangelei wie
Plötze,
doch sollte vorwiegend Teig als Köder angeboten werden, auch Erbsen. Angel
flach stellen (0,3-0,8 m).Flugangelei an warmen und gewitterschwülen Tagen
oft sehr erfolgreich und reizvoll. Kurze Würfe in Gelegelücken mit kleinen
Trockenfliegen. Auch Tippen mit natürlichen und künstlichen Insekten.
Besonderes: Köderfisch. Fleisch ohne besonderen Wert, wirtschaftlich von
geringer Bedeutung.
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Schleie
(Tinca tinca L. Tinca vulgaris Cuv.)

Merkmale:
typischer Karpfenkopf, helle Lippen, mit zwei kurzen Barteln. Männchen
verdickter vorderer Strahl der Bauchflossen. Bei der Schleie treten
verhältnismäßig häufig Farbvarianten auf, z.B. die so genannte ‚
Goldschleie“ (Xanthorismus) oder schwarze (Melanismus) und bläulich-weiße
(Albinismus) Varianten.
Länge:
bis höchstens 60cm, Durchschnitt 30-40cm, langsamwüchsig, oft erst mit 5
Jahren fangreif.
Günstigste Fangzeit: Mai bis September, jedoch in warmen Frühjahren oft
schon im April, im Herbst bis Ende Oktober.
Vorkommen: wie Karpfen, noch geringere Anspruche an Sauerstoffgehalt,
auch in östlicher Ostsee.
Nahrung:
Kleintiere und Pflanzen. Die Schleie ist ein Schlammwühler der
Uferregion.
Fortpflanzung: laicht Mai/Juni, je nach Wasserwärme, Männchen mit
2,Weibliche Scheie mit 3 Jahren geschlechtsreif, bis 300000 Eier. Früher ein
Beifisch in Karpfenteichen, auch heute noch gelegentlich dazu verwendet.
Angelmethoden: Grundangelei; mittelschwere, elastische Rute, Schnur je
nach Gewässerverhältnissen (Verkrautung) 0,30-0,40mm (4-7kp Tragkraft),
einfache Haken Gr. 3-5, leichtes Floß. Köder: Wurm, Tauwurmstück oder
Mistwurm. Vorliebe für vegetabilische Köder, wie in älterer Angelliteratur
angegeben ist anzuzweifeln. Anfüttern kann gelegentlich nützlich sein
(in Lehmklöße eingeknetete kleine ganze Würmer oder Tauwurmstücke). Oft ist
in der warmen Jahreszeit Angeln mitten im Gelege bei ganz flacher
Ködereinstellung (0,3-0,75 m) sehr erfolgreich, sonst Köder auf Grund legen
oder dicht über Grund pendeln lassen. Am Haken wehrt sich die Sch. mit
langsamen, aber kraftvollen Fluchten. Biss oft sehr zögernd, sie „nibbelt“.
Mit Anhieb lange warten.
Besonderes: tritt kaum je allein auf. Nach einem Biss sind meist weitere
zu erwarten.
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Große Schwebrenke,
Wandermaräne, Madümaräne, Blaufelchen, Schleischnäpel,
Ostseeschnäpel
(Coregonus
lavaretus)

Merkmale: Kiemenreusendornen 25 bis 34 meist 30 bis 34) Infolge
großer ökologischer Plastizität leben C. lavaretus-Formen sowohl in der
Ostsee als Wanderfische wie stationär in großen und kleinen Seen. Je nach
Aufenthaltsort variieren Größe und Gewicht, aber auch Färbung und Gestalt
der Fische. Während Wanderformen die typische „Nase“ der Schnäpel haben,
sind bei den stationären Formen die Köpfe kegelförmig spitz und der Mund
end- bis unter- ständig.
Länge:
15 bis 40cm (max. 55 cm)
Vorkommen:Sowohl
die in der Ostsee bis zu 500km wandernden Formen als auch die Bewohner der
großen Seen Nordeuropas (z. B. Ladoga-, Onegasee, Vanajanselka) oder des
Voralpengebietes (z.B.Bodensee) haben wirtschaftliche große Bedeutung.
Nahrung:Alle
Formen sind Freiwasserfische, die sich überwiegend von Plankton ernähren.
Diese Gruppe frißt im Alter auch größere Bodentiere und gelegentlich
Kleinfische.
Fortpflanzung:Die
Wanderfische ziehen zum Laichen in die Flüsse, die stationären Seenformen
laichen über den größten Tiefen von X bis XII. Beide Geschlechter zeigen
während dieser Zeit Laichausschlag. Die Eier benötigen etwa 100 Tage bis zur
Entwicklung. Nach 3 bis 4 Jahren sind die Fische geschlechtsreif.
Angelmethode:Alle
Ränkenarten werden auch sportlich gefangen (jedoch häufig mit
Schleppangel, die nach unseren Begriffen nicht als sehr sportlich gilt, in
den tiefen Alpenseen aber oft einzige Fangmöglichkeit darstellt. Blaufelchen
und Große Bodenrenke angeblich auch auf Blinker, meist als Beifang beim
Seeforellenangeln).
Besonderes:Das
Fleisch dieser Fische ist wohlschmeckend und dient einigen Berufsfischern
des Alpengebietes als Haupterwerbsquelle. Im Bodensee, wo wiederum Abarten
vorkommen, ist der Fang streng geregelt.
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Zander
(Lucioperca lucioperca L.)

Merkmale:
Ähnlichkeit sowohl mit
Barsch als auch mit
Hecht.
Viele Zander werden mit zunehmender Größe und Alter immer dunkler.
Länge/Masse: bis 1,00m/bis über 10kg, Durchschnitt 1,5 bis 2 kg.
Günstigste Fangzeit: Frühjahr bis früher Sommer und später Herbst.
Wanderungen Ostsee und Boddengewässer im Frühjahr --> Strelasund ,
Greifswalder Bodden, Prohner Wiek, Kubitzer Bodden , Schaproder Bodden,
Kleiner und Großer Jasmunder Bodden
Vorkommen: Natürliche Vorkommen Norden bis Mitte Deutschlands,
westlich der Elbe erst seit etwa Jahrhundertwende. Unterlauf der Flüsse,
aber oft auch weiter landein, wenn harter Grund; trübe, nahrungsreiche Seen
mit (wenigstens stellenweise) hartem oder steinigem Grund. Bestand oft sehr
schwankend. Oft Vorkommen durch Besatzmaßnahmen.
Nahrung:
Kleintiere, später fast ausschließlich Raubfisch.
Fortpflanzung: laicht April/Mai an hartgründigen Uferstellen. 120000 bis
180000 klebrige Eier an Wasserpflanzen. In zander- fähigen Gewässern
Neubesatz zu empfehlen, in Zandergewässern ist Einbringen von Brut oder
Setzlingen unrentabel.
Angelmethoden: Grundangelei mit lebendem Köderfisch. Mittelstarke Rute,
Schnur 0,30-0,40 mm (4,0-7,5 kp Tragkraft), schlankes Floß mit mittlerem
Auftrieb, Gleitfloß fast stets notwendig. Einfacher Haken und Lippköderung
ist mehr zu empfehlen als Drilling und Rückenköderung. Hakengröße 1-3.
Schlanke Köderfische (Gründling) mittlerer Größe; auch Karausche ist
verwendbar. Kescher oder Gaff unbedingt erforderlich. Oft ist Zander in oder
neben Hauptströmung an tiefen Stellen zu finden (vor Wehren, Schleusen und
anderen Hindernissen oft sehr gute Fangplätze). Spinnangeln: mittlere Rute,
sonst wie Grundangel; als Köder sind schwere, schmale, lange Blinker den
breiten und kurzen fliegenden Löffeln vorzuziehen. Oft Sonderanfertigungen.
Nicht selten gute Fänge mit Makrelenpilkern. Jeder Köder, ob Fisch oder
Blinker, soll möglichst dicht über Grund geführt werden. Verluste daher kaum
zu vermeiden. Kopfdrilling bei Bunkern kann vorteilhaft sein. Der Zander
liefert einen ausdauernden Drill, ähnlich wie
Barsch.
Besonderes: hervorragender Speise- und Sportfisch. Oft schwierig zu
fangen, da er bestimmte Gewässerstrecken und Gewässerorte
(tiefe Löcher im Strelasund)
bevorzugt, die zu finden nicht immer einfach ist (Echolot, Plotter).
Gelegentlich bringen Fetzenköder oder toter Köderfisch am System guten
Erfolg.
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